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Pride Month - Zeit für mehr Vielfalt

Wann ist Pride Month?
01. bis 30. Juni


Seit wann gibt es den Pride Month?
Oktober 1994


Warum gibt es den Pride Month?
Der Pride Month wurde zur Erinnerung an die Stonewall Riots 1969 in Manhattan, New York, ins Leben gerufen. Am 28. Juni 1969 stürmte die New Yorker Polizei die Bar Stonewall Inn in der Christopher Street. Das war damals üblich, denn die Bar galt als beliebter Treffpunkt für Homo- und Transsexuelle sowie für Drag Queens. Besonders machte diesen Tag, dass sich die Gäste die routinemäßige Schikane nicht mehr gefallen ließen und sich stattdessen zur Wehr setzten. Es folgten tagelange Krawalle zwischen beiden Parteien und die Stonewall Riots wurden ein wichtiger Wendepunkt für die moderne LGBTQI+-Rechtsbewegung. Heute verfolgt der Pride Month das Ziel, das Bewusstsein für Gleichberechtigung zu stärken und der LGBTQI+ Community Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Buchstaben des Wortes stehen für Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Queer, und Intersexual  (zu Deutsch: Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Queer, und Intersexuell). Als Ergänzung soll das Plus wiederum alle Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen ansprechen, welche nicht explizit erwähnt sind, darunter zum Beispiel Pan-, A- oder Omnisexuelle.

Spannende Fakten zum Pride Month

Wofür steht LGBTQI+?

Was bedeutet die Regenbogenfahne?

Die Regenbogenflagge steht mit ihren bunten Farben als Symbol für die Vielfalt an Lebens- und Liebesformen, Selbstbehauptung und Stolz. Die Regenbogenfahne ist auch unter dem Namen „Pride Flag” bekannt und beinhaltet sechs verschiedene Farben, jede mit einer anderen Bedeutung.

Die sechs Farben stehen für: 

  • rot: Leben 
  • orange: Heilung 
  • gelb: Sonne 
  • grün: Natur 
  • blau: Harmonie 
  • violett: Spiritualität

Die erste Regenbogenfahne wurde 1978 vom amerikanischen Künstler und Aktivisten Gilbert Baker entworfen. Den Auftrag dafür erhielt er vom amerikanischen Politiker Harvey Milk. Gilbert Baker und Harvey Milk ließen sie übrigens nie markenrechtlich schützen, um sie so für alle Menschen frei zur Verfügung zu stellen. 


Mittlerweile gibt es weitere Flaggen, welche für unterschiedliche sexuelle Identitäten stehen:

Genauso wie der Pride Month hat auch der Christopher Street Day (CSD) seinen Ursprung in den Stonewall Riots in der Christopher Street, New York, im Jahre 1969. Der CSD ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der LGBTQI+ Community, an dem queere Menschen für sich und ihre Belange auf die Straße gehen und ihre Forderungen kundgeben. Die Bezeichnung des Christopher Street Days findet hauptsächlich im DACH-Raum Anwendung, in den USA ist der Tag zum Beispiel unter „Pride” bekannt. Pride” heißt Stolz und steht dafür stolz darauf zu sein, dass man anders ist und auch den Mut hat, dies zu bekennen. In diesem Jahr wird der CSD in Berlin am 23. Juli gefeiert. Andere CSD Termine für das Jahr 2022 finden Sie hier.

Was ist der Christopher Street Day?

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ist allerseits bekannt. Weniger im Gespräch ist jedoch der Unterschied zwischen den Gehältern von Heterosexuellen und Angehörigen der LGBTQI+ Community. Basierend auf einer Analyse von 32 weltweiten Studien verdienen Schwule durchschnittlich elf Prozent weniger als heterosexuelle Männer. Zahlreiche Studien und Umfragen haben zudem ergeben, dass Trans- und Bisexuelle mindestens genauso stark vom sogenannten Gay-Wage-Gap betroffen sind. 

Abgesehen vom Gehalt erlebten basierend auf einer Studie der UCLA von Mai 2021 bereits mehr als 45 Prozent der LGBTQ+ Beschäftigten Diskriminierungen wie Kündigung, Nichteinstellung oder Belästigung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität während ihres Arbeitslebens. Fast ein Drittel der Befragten gab an, innerhalb der letzten fünf Jahre diskriminiert worden zu sein. Transsexuelle waren dabei am häufigsten betroffen. Fast die Hälfte der Befragten wurde in der Vergangenheit aufgrund ihrer Transsexualität diskriminiert, während 27,8 Prozent der gleichgeschlechtlichen LGB-Mitarbeitenden diskriminiert wurden. Kein Wunder also, dass 34 Prozent der LGBTQI+ Beschäftigen bereits mindestens einmal einen Job aufgrund unfairer Behandlung verlassen haben.

Diversity & Inklusion

Wie lebt lawpilots Diversity und Inklusion?
Als internationales Unternehmen ist beides für uns selbstverständlich. Geschlecht, Nationalität, kultureller Hintergrund, sexuelle Orientierung und persönliche Überzeugung werden bei uns nie infrage gestellt, sondern ganz im Gegenteil als Teil unserer Unternehmens-DNA sehr willkommen geheißen und gefeiert.

Pablo Rodriguez

Key Account Manager Spain

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Was ist Diversity?
Diversity (zu Deutsch: Diversität oder auch Vielfalt) steht für die Charakteristiken, die uns als Menschen einzigartig machen und von anderen unterscheiden. Diese Unterschiede können sich auf zahlreiche Dimensionen, wie zum Beispiel auf das Geschlecht, die ethnische Herkunft, sozioökonomische, geografische und berufliche Hintergründe, religiöse oder politische Überzeugungen, sexuelle Orientierung und vieles mehr beziehen.

Was bedeutet Diversity als organisatorisches und gesellschaftspolitisches Konzept?
Diversity bedeutet zu verstehen, dass jeder Mensch einzigartig ist und das auch anzuerkennen. Es geht darum, Menschen zu stärken, indem man ihre Unterschiede respektiert und wertschätzt.

Was bedeutet Diversity im Arbeitsumfeld?
Auch am Arbeitsplatz sind Mitarbeitende von unterschiedlichsten Merkmalen geprägt. Abgesehen von Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung etc. geht es hierbei oft um Arbeitserfahrung, Talente, Fähigkeiten, Meinungen und Persönlichkeit. Diese Unterschiede sind weniger offensichtlich und erfordern daher Proaktivität des Unternehmens, sie zu erkennen und zu fördern.

Wie hängen Diversity und Diskriminierung am Arbeitsplatz zusammen?
Diversity und Diskriminierung sind eng miteinander verbunden. Unter Diskriminierung versteht man die Voreingenommenheit und benachteiligende Behandlung von Menschen mit bestimmten Charakteristiken. Vor allem Frauen werden im geschäftlichen Alltag in vielen Branchen und Geschäftsbereichen nach wie vor diskriminiert. Auch Menschen mit Behinderungen, höherem Alter oder anderer ethnischer Herkunft haben oft mit Benachteiligungen zu kämpfen. Um Diskriminierung erfolgreich zu verhindern, müssen Unternehmen entsprechende Maßnahmen setzen.

Was bedeutet Diversity und Inklusion am Arbeitsplatz?
Im Prinzip kann man Inklusion als das Gegenteil von Diskriminierung verstehen. Nur weil ein Arbeitsumfeld divers ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es auch von Inklusion geprägt ist. Ein inklusives Arbeitsumfeld ist ein Ort, wo alle Mitarbeitenden wertgeschätzt werden und die Möglichkeit bekommen zu glänzen, unabhängig von ihren einzigartigen Charakteristiken.

Unsere 15-minütige innovative Online-Schulung „AGG und Gleichbehandlung” qualifiziert Ihre Mitarbeitenden spielerisch für eine tolerante und stressfreie Zusammenarbeit im Arbeitsalltag. Dies umfasst die Gleichbehandlung am Arbeitsplatz, das tägliche Miteinander der Mitarbeitenden, sowie das Verhalten der Vorgesetzten und Arbeitgebenden im Allgemeinen. Ihre Belegschaft lernt, Ungleichbehandlungen zu erkennen und erfolgreich zu bekämpfen. Mithilfe des E-Learnings können die gemeinsamen Ziele Respekt, Fairness und gegenseitiges Ernstnehmen einfach erreicht werden. Es wurde gemeinsam mit Lernpsycholog:innen und Rechtsexpert:innen entwickelt und lässt sich individuell auf Ihre Anforderungen anpassen. Die Online-Schulung macht Spaß, motiviert und wirkt nachhaltig. Ganz getreu unserem Motto „Recht. Einfach. Verstehen.”

Das sagt unser 

Team zu dem 

Thema

Wie können Menschen Inklusion demonstrieren?
Indem sie Menschen, die anders sind als sie selbst akzeptieren, respektieren, annehmen und feiern.

Was bedeutet Inklusion für dich?
Inklusion bedeutet für mich, sich in einer Gruppe, einer Umgebung oder einer Gemeinschaft willkommen und einbezogen zu fühlen, unabhängig davon, wer man ist oder was einen von anderen unterscheidet.

Britta Zellweger

People Operations Lead

Wie lebt lawpilots Diversity und Inklusion?
Für uns zählt: je vielfältiger, desto besser. Es geht um unterschiedliche Nationalitäten, verschiedene kulturelle Hintergründe, es geht darum, nicht immer den „Team Fit” zu suchen, sondern genauso den „Team Add”. Je mehr verschiedene Meinungen in einem Team vertreten werden, desto mehr Ideen entstehen auch daraus. Dies ist durchaus mitunter anstrengend und kostet Zeit. Wir bei lawpilots verstehen das als Investition, die sich auszahlt. Aus HR-Sicht bin ich sehr dankbar, dieses offene Klima bei lawpilots zu haben, denn das gibt mir beim Recruiting einfach ein gutes Gefühl. 

Worauf ich gerne hinweisen würde, ist die weitverbreitete Altersdiskriminierung. Insbesondere in Berlin, das sich so weltoffen und divers gibt, ist dies sehr weit verbreitet. Wer mal überlegt, wie oft er/sie einen Menschen über 50 im öffentlichen Raum oder im beruflichen Umfeld gesehen hat, wird dies schnell nachvollziehen können. Dabei ist gerade im professionellen Kontext der Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen immens wichtig. Und auch hier gilt: Gegenseitiges, aufmerksames Zuhören ist der Schlüssel zum Erfolg. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir bei lawpilots eine bunte Mischung haben: von 21 bis 59.

Wie lebt lawpilots Diversity und Inklusion?
Durch faires Recruiting sorgt unser HR-Team für eine große Vielfalt an Persönlichkeiten in den einzelnen Abteilungen und ein respektvoller und freundlicher Umgang bei der Arbeit sorgt dafür, dass sich auch alle wohlfühlen.

Antoine Levollant

Senior Marketing Manager

Wieso ist der Pride Month wichtig?
Weil dieser Monat dafür sorgt, dass die Rechte der LGBTQI+-Community in diesem Zeitraum bei vielen Firmen und Menschen ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Er beleuchtet aber auch die vielen Diskriminierungen, die auch im Jahr 2022 noch immer passieren. Genau aus diesen Gründen ist der Pride-Month so wichtig, um die Stimme der Minderheiten zu erheben und für eine bessere Akzeptanz in unserer Gesellschaft zu kämpfen.

Was bedeutet der Pride Month für dich?
In meiner Wahrnehmung ist der Pride-Month ein Zeitraum, um sich die Frage zu stellen, wie die LGBTQI+-Community in unserer Gesellschaft akzeptiert wird und was wir tun können, dass sich alle Menschen inkludiert fühlen. 

Alexander der Große
Alexander der Große betrachtete sich selbst als Halbgott und Sohn des Zeus. Nachdem er von seinem leiblichen Vater, Philipp II., ein bereits bedeutendes Königreich geerbt hatte, eroberte Alexander Persien und zahlreiche andere Länder. Laut zahlreichen Historiker:innen fühlte sich Alexander der Große zu Männern hingezogen. Daher gilt er oft als der erste queere Held geschlechtlicher und sexueller Minderheiten.

Bekannte Persönlichkeiten in der LGBTQI+ Geschichte

Alan Turing
Der Mathematiker Alan Turing trug mit seiner Hilfe in Form des Entschlüsselns abgefangener Nachrichten zum Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg bei. 1952 wurde er aufgrund seiner Beziehung mit dem 19-jährigen Arnold Murray und weil Homosexualität zu diesem Zeitpunkt illegal war, verhaftet und zu einer chemischen Kastration verurteilt. Aufgrund der Hormonbehandlung erlitt Alan Turing Depressionen und nahm sich etwa zwei Jahre später, im Alter von 41 Jahren, das Leben. Er wurde dennoch 2013 begnadigt, was schließlich zu einer neuen Gesetzgebung führte: auch alle anderen Männer wurden begnadigt, sofern beide Parteien über 16 Jahre alt waren. 2021 wurde er in einer öffentlichen Abstimmung des BBC zur „Größten Person des 20. Jahrhunderts" gewählt.

Barabara Gittings
Bereits lange vor den Stonewall Riots, kämpfte die geoutete Lesbe Barbara Gittings öffentlich für die Rechte von queeren Menschen. 1958 gründete sie die New Yorker Sektion der Daughter of Bilitis, deren Mutterorganisation drei Jahre zuvor in San Francisco gegründet worden war. Barbara gilt als Anführerin der erfolgreichen Bewegung, welche sich für eine Änderung der Auffassung der Psychiatrie und der Psychologie von Homosexualität als Geisteskrankheit einsetzte. Im Jahr 1973 führte die Bewegung zum Erfolg, die American Psychiatric Association widerrief die Einstufung von Homosexualität als Störung.

James Baldwin
In seinen Teenagerjahren fühlte sich der amerikanische Schriftsteller James Baldwin aufgrund zweier Faktoren unterdrückt: seiner afroamerikanischen Ethnie und seiner Homosexualität. Daraufhin floh er nach Frankreich, wo er begann kritisierende Essays über Rassen-, Klassen-  und Sexualitätsstrukturen zu schreiben.

Tammy Baldwin
Die Demokratin und Lesbe Tammy Baldwin ist das erste Mitglied der LGBTQI+-Communty, das in den US-Senat gewählt wurde. Kürzlich hat sie zu einem nationalen Tag der LGBTQI+-Gleichstellung aufgerufen.

Heutzutage gibt es zum Glück viele Menschen, die den Mut haben offen mit ihrer Sexualität und Geschlechtsidentität umzugehen, auch wenn sich diese von dem Großteil der Gesellschaft unterscheiden. Diese Menschen inspirieren und stärken mit ihrem Mut, zahlreiche Mitglieder der Gesellschaft für sich selbst einzustehen und stolz darauf zu sein, anders zu sein. Dank der sozialen Medien ist es heute leichter denn je, Gleichgesinnte und Vorbilder zu finden und sich mit diesen zu vernetzen. Zudem gibt es immer mehr Serien, Filme und Podcasts von, über und mit Mitgliedern der LGBTQI+ Community, welche einen Einblick in deren tägliches Leben gewähren und die Akzeptanz und Förderung von Diversität innerhalb der Gesellschaft weiter steigern. Beispiele sind hier Serien wie „Queer Eye", „Transparent", „Euphoria" und die Podcasts „Herzfarben", „Queerkram" und „Schwanz und Ehrlich".

So steht es um die LGBTQI+ Community in der Arbeitswelt